Rollstühle schenken Mobilität und Hoffnung

Mit unserem Container konnten wir zahlreiche Rollstühle nach Malawi bringen. Diese wurden auf verschiedene Stationen des Krankenhauses verteilt – unter anderem in die Aufnahme, die Kinderstation und die Erwachsenenstation – wo sie täglich dringend benötigt werden.

Darüber hinaus konnten wir auch Menschen aus der Bevölkerung mit einem Rollstuhl unterstützen. Hinter jedem einzelnen steckt eine bewegende Geschichte: Eine Person erhielt einen neuen Rollstuhl, nachdem der alte über zehn Jahre lang genutzt worden war und inzwischen völlig verschlissen und nicht mehr funktionstüchtig war. Ein kleines Kind bekam sogar zum ersten Mal einen eigenen Rollstuhl. Für die Mutter bedeutet das eine enorme Erleichterung, da sie ihr Kind nun nicht mehr ständig tragen muss.

Jeder verschenkte Rollstuhl schenkt ein Stück Selbstständigkeit, Würde und Lebensqualität – nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch ihren Familien.

Inzwischen sind alle Rollstühle verteilt. Der Bedarf ist jedoch weiterhin sehr groß. Deshalb hoffen wir, mit unserem nächsten Container noch mehr Rollstühle nach Malawi bringen zu können, um weiteren Menschen neue Mobilität und Hoffnung zu schenken.

Therapieraum einrichten

Nachdem der Container angekommen ist, konnte endlich der Therapieraum für die neue Physiotherapie- Abteilung eingerichtet werden. Innerhalb von einer Stunden waren die meisten grossen Materialien im Raum, hier und da Kleinigkeiten angepasst. Der Raum war voll von Schaulustigen und Helfern. So schnell hat man einen Physiotherapieraum im Krankenhaus eingerichtet. Die nächsten Tage folgten mit vielen Kleinigkeiten und Details. Natürlich durften die Poster nicht fehlen, damit den Patienten einiges erklären bekommen können.

Ein buntes Treiben- hoffentlich bleibt der Raum in Zukunft auch so lebendig!

Endlich ist der Container angekommen!

Nach einigen ungeplanten Zwischenstopps, dem Vorwurf der Schmuggelei und so manch fragwürdiger Anschuldigung ist unser Container endlich dort angekommen, wo er hingehört.

Wie viele Wellen er auf seiner langen Reise mitgenommen hat, lässt sich kaum zählen – doch das Wichtigste ist: Er ist unversehrt angekommen!

Voller Freude haben wir uns direkt ans Ausladen gemacht. Innerhalb eines einzigen Tages war der gesamte Container geleert und auf zwei große Transporter verladen. In Deutschland hätten wir dafür vermutlich fünf Fahrten gebraucht – hier wird eben alles professionell und mit beeindruckender Effizienz verstaut. Es ist schon verrückt: Monatelang haben wir den Container in Paderborn sorgfältig gepackt, und plötzlich ist er innerhalb weniger Stunden wieder leer.

Jetzt beginnt allerdings die eigentliche Herausforderung: Alles muss koordiniert, sortiert und an die richtigen Stellen verteilt werden.

Nach einem langen Tag legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in der Hauptstadt ein – eine wohlverdiente Pizza musste einfach sein. Anschließend ging es zurück nach Madisi, wo die beiden Transporter erneut entladen wurden. Zwei Stunden später war auch das geschafft: Mit vereinten Kräften war alles ausgeladen und im Privatflügel der Kinderabteilung verstaut.

Was für ein Tag – anstrengend, aber vor allem unglaublich schön. Endlich ist der Container da!

Albinismus in Malawi

In Malawi leben schätzungsweise rund 10.000 Menschen mit Albinismus. Albinismus ist eine seltene, genetisch bedingte Pigmentstörung, die zu sehr heller Haut, Haaren und Augen sowie häufig zu Sehbeeinträchtigungen und einer hohen Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung führt. Menschen mit Albinismus sind in Malawi zudem von Diskriminierung, Ausgrenzung und teils lebensbedrohlicher Gewalt betroffen, da sich hartnäckig Aberglauben und Mythen über ihre Körperteile halten. Trotz verstärkter Schutzmaßnahmen setzen sich Organisationen weiterhin für ihre Sicherheit, medizinische Versorgung und gesellschaftliche Teilhabe ein.

Alle drei Monate findet ein Treffen mit den betroffenen Menschen und einem interdisziplinären Team statt. Hier wird Aufklärungsarbeit geleistet, ein reger Austausch findet statt und sie bekommen kostenlos Sonnenhüte, Sonnenbrillen, Kappen und Sonnenmilch. Diese Hilfsmittel stammen teilweise aus unserem Container aus Paderborn. Auch der Staat unterstützt mit einer speziellen Paste zum Sonnenschutz. Leider genügt die Paste nicht aus, daher ist unsere Sonnenmilch sehr willkommen. 

Malawi Gym

Das Training kann nun starten